Trends der Woche KW 20: Die Hoffnung auf einen Messeneustart steigt wieder

Trends der Woche KW 20: Die Hoffnung auf einen Messeneustart steigt wieder

In der Woche vom 11. Mai 2020 bis 15. Mai zeigte sich erste erhellende Lichter am Corona-getrübten Horizont.

Für alle die auf einen Herbst mit Messen gehofft haben, gibt es gute Nachricht. Wie der Verband der deutschen Messewirtschaft AUMA vermeldet, dürfen künftig die Bundesländer darüber entscheiden, ab wann die Durchführung von Messen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln erlaubt ist. Gleichzeitig werden Messen nicht mehr als Teil der Kategorie Großveranstaltungen betrachtet. Das ist Ergebnis der Vereinbarungen von Bundesregierung und Bundesländern am 06. Mai 2020. Dazu der Geschäftsführer des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft, Jörn Holtmeier: „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Neustart der Messewirtschaft, denn Messen werden als Innovations- und Kooperationsplattformen für die Erholung der deutschen Wirtschaft kurz- und mittelfristig wichtige Impulse geben.“ Die deutschen Messeveranstalter und auch der AUMA stehen den zuständigen Behörden mit ihrer Expertise und Erfahrung in der Durchführung von Messen beratend zur Verfügung. Der AUMA hat bereits Vorschläge dazu ausgearbeitet, die auch hohe Anforderungen für Hygiene- und Abstandsregeln bei der Durchführung von Messen erfüllen.

Wenn jetzt noch die von den Ländern geplante schrittweise Öffnung der Hotel- und Gastronomiebetriebe sowie die Öffnung der Grenzen und die Wiederaufnahme des grenzüberschreitenden Geschäftsreiseverkehrs stattfinden, könnte das dem Vertriebskanal Nr. 1 nicht mehr im Wege stehen.

Die WAGO-Gruppe sendet in diesen schwierigen Zeiten ein positives Signal, denn man hat das Jahr 2019 mit einem Plus von 2,4 Prozent abgeschlossen. „Mit einem Umsatz von 954 Mio. Euro haben wir unser gestecktes Wachstumsziel zwar nicht erreichen können, konnten uns aber in einem international schwierigen Markumfeld gut behaupten“, so der geschäftsführende Gesellschafter Sven Hohorst. Mit Rückblick auf das vergangene Jahr lasse sich ein sehr heterogener Verlauf, sowohl zeitlich als auch regional feststellen. Die Umsatzverteilung nach Landesmärkten hat sich bei dem Anbieter von elektrischer Verbindungs- und Automatisierungstechnik im Vergleich zum Vorjahr nur leicht verändert. Während Deutschland mit einem Umsatzanteil von 27 Prozent traditionell den wichtigsten Markt für WAGO darstellt, erreicht das übrige Europa 44 Prozent; ROW (Rest of World) liegt bei knapp 30 Prozent.

Auch die Meldung vom Hersteller für Sensoren und Positioniersysteme SIKO lassen aufhorchen, denn die Schwarzwälder vermeldeten einen weiteren Standort im infrastrukturstarken Ort Bad Krozingen. Nach dem offiziellen Spatenstich Ende März 2019 konnte der Bezug des Neubauvermeldet werden. Auf 5.000 m² Nutzfläche sind die Produktion der elektronischen Geräte sowie Vertrieb und Marketing untergebracht. Das Investitionsvolumen inklusive Maschinen und Gebäudeausstattung betrug 13 Mio. Euro und ist ein Bekenntnis zur lokalen Produktion in Deutschland.

Polytec, der badische Spezialist für Bildverarbeitung und Infrarot-Messtechnik, kooperiert mit dem norddeutschen Bildsensorik-Hersteller Automation Technology. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen Integrationslösungen der IRSX-Infrarot-Kameraserie. Dieser neue Smartcam-Typ ist die erste, konsequent auf Industrieanwendungen hin entwickelte Stand-alone-Kameralösung für Thermografie. Dabei werden flächenhafte Temperaturmessungen über integrierte Bildverarbeitung direkt in nutzbare Information umgesetzt.

FUNFACT am Rande: Noch bestehen elektronische Geräte aus unbelebten Materialien. Eines Tages könnten jedoch „mikrobielle Cyborgs“ in Brennstoffzellen, Biosensoren oder Bioreaktoren nützlich sein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben hierzu die Voraussetzung geschaffen, indem sie ein programmierbares, biohybrides System entwickelten, das aus einem Nanokomposit-Material und dem Elektronen produzierenden Bakterium Shewanella oneidensis besteht. Das Material dient als Stützgerüst für die Bakterien und leitet zugleich den mikrobiell erzeugten Strom. Über seine Ergebnisse berichtet das Forschungsteam in der Zeitschrift ACS Applied Materials & Interfaces.

Wenn Temperatur eine Rolle spielt, sind Relais, Messumformer und Sensoren gefragt.

Siemens Smart Infrastructure hat seine Temperaturüberwachungsrelais aus dem Sirius Portfolio erweitert. Die neuen Geräte  sind in analoger und digitaler Ausführung erhältlich. Sie messen mittels Sensoren unter anderem die Temperatur in industriellen Schaltschränken, von Motoren-, Lager- und Getriebeölen oder Kühlflüssigkeiten.

Kistler bringt einen neuen uniaxialen Beschleunigungssensor zur Vibrationsüberwachung auf den Markt, der bei dauerhaften Temperaturen von 700 Grad Celsius zuverlässige Messwerte liefert. Der Sensor ist nach ATEX und IECEX für den Einsatz im Explosionsschutz zertifiziert und hält kurzzeitig sogar Temperaturen von bis zu 1.000 Grad stand. Damit ist er nicht nur für Monitoring-Aufgaben geeignet, sondern auch in unterschiedlichsten Bereichen unter extremen Bedingungen einsetzbar.

Der neue Messumformer von akYtec, Hannover, eignet sich für den universellen Gebrauch in Industrieanwendungen, beispielsweise in der Automation, in der Kälte- und Klimatechnik, in der Industrietechnik, im Maschinenbau oder in der Lebensmittelindustrie. Anwendung findet er überall dort, wo verschiedene Arten von Temperatursensoren eingesetzt und die Informationen in Strom- oder Spannungssignale umgewandelt werden sollen.

Hochpräzise Abstandsmessung auch auf kleinstem Raum ermöglichen die neuen fotoelektrischen Minidist-Sensoren von Contrinex. Mit Abmessungen von nur 4 x 4 x 12 mm ist der Näherungssensor ideal zum Detektieren stetiger Annährungen auch in beengten Einbausituationen.