Inline-3D-Stanzteilprüfung

Inline-3D-Stanzteilprüfung

Das 3D-Scansystem prüft Metallplatinen unabhängig von Beleuchtung und Verunreinigungen auf Stanzfehler und Planheit. (Bildquelle: Bi Ber)

Die Bi-Ber GmbH hat ein 3D-Scansystem zur Stanzteilprüfung konstruiert, programmiert und bei einem großen Berliner Zulieferer der Automobilindustrie in Betrieb genommen. Das Bildverarbeitungssystem auf Grundlage zweier 3D-Lasersensoren ermittelt im bewegten Prozess die Kontur- und Profilabweichungen von Metallplatinen. Der Zeilenscan via Lasertriangulation ist ideal für bewegte Prozesse und liefert präzise Messergebnisse unabhängig von Lichtverhältnissen, Reflexionen oder Verunreinigungen auf den Prüfteilen oder dem Förderband.

Eine Auflösung von 300 µm/px

Die 3D-Profilsensoren des Typs Cognex DS1300 erfassen einen Bereich von jeweils etwa 300 mm Breite. Bi-Ber erreicht diese große Überwachungsbreite bei einem geringen freien Abstand von nur 250 mm durch eine präzise justierte Spiegelgruppe. Das Gehäuse für die Kamera-Optik-Baugruppe gewährleistet außerdem Laserschutz, sodass die starken Linienlaser der Klasse 3 außerhalb des Gehäuses nur Klasse 1 entsprechen und keine zusätzlichen Schutzvorkehrungen erfordern. Das Inspektionssystem erreicht eine Auflösung von 300 µm/px. Bei Bandgeschwindigkeiten von bis zu 1 m/s prüft es 20 Teile je Minute. Die gestanzten Platinen laufen auf Magnetbändern unter den Scannern hindurch. Das Bildverarbeitungssystem synchronisiert die Zeilenscans mit der von der Maschinensteuerung übertragenen Geschwindigkeit. Die Auswertung übernimmt ein in einem separaten Schaltkasten installierter Panel-PC. Die Prüfergebnisse werden vollständig mit Zeitstempel archiviert. Bi-Ber hat mit Cognex VisionPro ein kundenspezifisches Prüfprogramm mit grafischer Bedienoberfläche programmiert, das u. a. verschiedene Nutzerlevel vorsieht und das Einlernen unterschiedlicher Platinentypen sowie die freie Anpassung der Toleranzen ermöglicht. Das Systemkonzept erlaubt grundsätzlich eine Skalierung für unterschiedliche Messbreiten. Die aktuelle Anlage wurde auf Kundenwunsch von Anfang an darauf ausgelegt, dass bei geänderten Anforderungen einfach ein dritter Scanner hinzugefügt werden kann.