Trends der Woche: KI und Cyber­sicherheit stehen im Vorder­grund

Trends der Woche: KI und Cyber­sicherheit stehen im Vorder­grund

Laut Erhebungen des Digitalverbands BITKOM sprechen die Unternehmen der Künstlichen Intelligenz eine herausragende Bedeutung zu, tun sich aber schwer damit, die Technologie praktisch einzusetzen.
So sind etwa drei Viertel (73 Prozent) der Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland der Meinung, KI sei die wichtigste Zukunftstechnologie. Aber gerade einmal 6 Prozent setzen KI selbst ein, lediglich jedes Fünfte (22 Prozent) plant die KI-Nutzung oder diskutiert darüber. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 603 Unternehmen aller Branchen. „Wir haben bei Künstlicher Intelligenz kein Erkenntnis-, sondern ein massives Umsetzungsproblem“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „In den Unternehmen gibt es einen breiten Konsens über die herausragende Bedeutung der Technologie für die Zukunftsfähigkeit unserer Wirtschaft. Aber die Mehrheit tut sich schwer damit, dieses Wissen für das eigene Geschäft zu nutzen.“ Vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass der Treibstoff für Künstliche Intelligenz Daten ist. Und hier kommt ein anderes Thema ins Spiel, nämlich die Cybersicherheit.

Laut dem neuesten Industrial USB Threat Report von Honeywell ist die Schwere der Bedrohungen für Systeme der Betriebstechnologie (Operational Technology, OT) über einen Zeitraum von 12 Monaten erheblich gestiegen. Die Ergebnisse basieren auf Daten zur Cybersicherheitsbedrohung, die von Hunderten von Industrieanlagen weltweit gesammelt wurden. Dem Bericht zufolge bleibt die Gesamtzahl der Bedrohungen, die von USB-Wechselmedien für industrielle Prozessleitnetzwerke ausgehen, konstant hoch. Der Bericht zeigt, dass eine aus fünf Bedrohungen speziell dafür entwickelt wurde, USB-Wechselmedien als Angriffsvektor zu nutzen. Mehr als die Hälfte der Bedrohungen waren dazu bestimmt, Hintertüren zu öffnen, dauerhaften Fernzugriff einzurichten oder zusätzliche schädliche Nutzerdaten herunterzuladen. Diese Ergebnisse deuten auf koordiniertere Angriffe hin, die wahrscheinlich auf Systeme mit Luftspalt abzielen, welche in den meisten industriellen Steuerungsumgebungen und in kritischen Infrastrukturen verwendet werden.

Da immer mehr Unternehmen ihre Prozesse digitalisieren, um die Betriebseffizienz zu steigern, Kosten zu senken und den Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern zu beschleunigen, ist ein durchdachtes Sicherheitskonzept unumgänglich. Denn jede neue Schnittstelle im digitalen Netzwerk kann für Unternehmen ein zusätzliches Einfallstor für Schadcodes und Malware sein. Hier könnte aber auch KI eine Lösung bieten. Denn Cyber Defense-Lösungen, die zur Entdeckung und Bewertung von Cyberangriffen Künstliche Intelligenz nutzen, liefern wertvolle Informationen für Cyber Defense Teams und sind von grundlegender Bedeutung für die Zukunft der Cybersicherheit. Schon heute hilft die KI dabei, Malware von harmloser Software zu unterscheiden.

Produktvorstellungen: Daten erfassen Datenübertragen, Daten sammeln und auswerten

IDS integriert den performanten, extrem hochauflösenden Sensor IMX541 aus der Pregius S-Serie in die uEye SE Kamerafamilie. Dank praktischem 1.1“-Format ermöglicht der 20,35 MP CMOS Sensor die Verwendung von C-Mount Objektiven. Die Industriekameras verfügen über eine praktische USB3 Vision-Schnittstelle, liefern 20 fps und sind wahlweise als Boardlevel-Modelle oder mit robustem Metallgehäuse erhältlich.

Die offengelegte Beckhoff-Technologie EtherCAT verzeichnet einen Rekord an Vendor IDs. Beckhoff hat das Echtzeit-Ethernet-System EtherCAT 2003 in den Markt eingeführt und noch im selben Jahr im Rahmen der EtherCAT Technology Group (ETG) offengelegt. Seitdem hat dieses ultraschnelle Kommunikationssystem in der Automatisierung einen wahren Siegeszug angetreten. Die ETG hat dies im Juli 2020 mit der Vergabe der 3.000sten EtherCAT Vendor ID erneut bestätigt.

Erst die professionelle Auswertung macht aus präzisen Messergebnissen einen Wettbewerbsvorteil. Der 3D-Messtechnikspezialist GOM hat sich mit der All-in-one-Software GOM Inspect ein Tool entwickelt, dass eine verlässliche Nutzerführung während des gesamten Workflows sicherstellt – vom Messen über das Inspizieren bis zum Ergebnisbericht. Auf der neuen Plattform GOM Inspect Suite sind alle Anwendungsprogramme nun vollintegriert und zudem durch eigene Skripte flexibel und individuell erweiterbar.

B&R versieht auf Kundenwunsch Panel-Varianten mit projiziert-kapazitivem Touchscreen mit entsprechenden Fingerführungen. Sämtliche Formen sind möglich. Dadurch lassen sich zum Beispiel Slider oder ein Drehrad optimal in die angezeigte Applikation integrieren. Die gesamte Displayoberfläche steht so für die Anzeige zur Verfügung. Die von B&R patentierten Fingerführungen sind haptisch greifbar und ermöglichen eine sogenannte blinde Bedienung. Der Maschinenbediener kann zum Beispiel einen Maschinenprozess beobachten und Einstellungen vornehmen, ohne den Blick von der Maschine abwenden zu müssen.